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Aktuelles

 

Vortrag auf der Konferenz „Alles was Recht ist. Menschen - Staaten - Unternehmen"


Dr. Brigitte Hamm hielt einen Vortrag auf der Konferenz „Alles was Recht ist. Menschen - Staaten - Unternehmen" mit dem Thema: „Die staatliche Schutzpflicht und die Unternehmensverantwortung für die Menschenrechte. Das Beispiel der Außenwirtschaftsförderung". Darin analysierte sie die Pflicht der Staaten zum Schutz der Menschenrechte unter besonderer Berücksichtigung der Verantwortung hinsichtlich der Außenwirtschaftsförderung. Die Tagung fand am 21. und 22. November in Berlin statt und wurde von Germanwatch, Misereor, dem Forum Menschenrechte, der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Corporate Accountability - Netzwerk für Unternehmensverantwortung (CoRA) und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) organisiert.

 

Weitere Informationen zu der Veranstaltung findet sich hier.

 

Die Folien für den Vortrag können hier abgerufen werden.

 

Die Konferenzdokumentation, die von Jonathan Menge, Christian Scheper und Maike Schölmerich im Auftrag der Veranstalter verfasst wurde, können Sie hier abrufen.

 


Verabschiedung der Maastrichter Grundsätze zu den Extraterritorialen Staatenpflichten im Bereich der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Rechte

Im September 2011 wurden die "Maastrichter Grundsätze über die Extraterritorialen Staatenpflichten im Bereich der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte" verabschiedet. Sie sind ein Beitrag, die menschenrechtliche Staatenpflicht gegenüber Menschen in anderen Staaten weiter zu präzisieren.

 

Unter der Leitung des Maastricht Center for Human Rights der Universität Maastricht und der International Commission of Jurists arbeiteten 40 Experten diese Grundsätze aus, die die menschenrechtliche Pflichten außerhalb des eigenen Territoriums klären sollen. Unterstützt wurden sie vom ETO Consortium, einem Zusammenschluss von 70 Institutionen bzw. Fachleuten aus dem zivilgesellschaftlichen und akademischen Bereich, zu dem auch das INEF gehört.

Die Maastrichter ETO-Grundsätze stellen ein äusserst wichtiges Instrument für die Staaten dar, ihre menschenrechtlichen Verpflichtungen gegenüber dem Ausland zu erkennen, zu klären und zu erfüllen.

 

Das offizielle Dokument der Maastrichter Grundsätze finden Sie hier.

 


 

Internationaler Roundtable zum Thema „Corporate Social Responsibility in Vietnam" am 15. September 2011 in Hanoi

Am 15. September 2011 organisierten Dr. Brigitte Hamm und Jonathan Menge zusammen mit der Vietnam Academy of Social Sciences (VASS) einen internationalen Roundtable in Hanoi zum Thema „Corporate Social Responsibility in Vietnam". Im Mittelpunkt standen Erfahrungen von CSR-Praktikern in Vietnam, die unterschiedliche Perspektiven auf CSR in Vietnam eröffneten. Ein breites Spektrum an Akteuren beteiligte sich mit Beiträgen: Vietnamesische NGOs, repräsentiert durch Duong Thi Viet Anh vom Center for Development and Integration (CDI); die deutsche Entwicklungszusammenarbeit, vertreten durch Fabian Schindler von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ); Luu Thi Minh Huyen vom UNIDO CSR-Projekt sowie Dr. Michael Meißner vom Institute of Labour Science and Social Affairs (ILSSA) des Ministry of Labour, Invalids and Social Affairs (MoLISA). Neben Mitarbeitern der beiden Forschungsinstitute nahmen auch weitere Vertreter der Regierung, der Privatwirtschaft, vietnamesischen NGOs und Internationalen Organisationen teil.

 

Die Präsentationen der Vorträge finden Sie hier.

 

Das Programm der Tagung kann hier eingesehen werden.

 


 

 

Neuer INEF-Policy Brief: "Menschenrechtsschutz und deutsche Außenwirtschaftsförderung. Ein Plädoyer für konsequente Reformen"(von Brigitte Hamm, Christian Scheper und Maike Schölmerich)

 

Im Juni 2011 werden die „Guiding Principles for the Implementation of the United Nations ‚Protect, Respect and Remedy' Framework" verabschiedet. Darin werden die Pflichten der Staaten und die Verantwortung der Unternehmen für die Achtung, den Schutz und die Gewährleistung von Menschenrechten unterstrichen. Aus diesem Anlass beleuchten die AutorInnen die Ausgestaltung von zwei wesentlichen Instrumenten der Export- und Investitionsförderung. Während sich die Performance Standards der International Finance Corporation (IFC) derzeit noch in einem Reformprozess befinden, wurde die Überarbeitung der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen jüngst abgeschlossen.

 

Die AutorInnen entwickeln Handlungsempfehlungen, wie die Bundesregierung dazu beitragen kann, den Schutz der Menschenrechte stärker in den internationalen Instrumenten und der deutschen Praxis zu verankern. 

 

Den Policy-Brief können Sie hier herunterladen: Link

 




Politisches Dialogforum "Menschen. Rechte. Entwicklung" am 24. Mai 2011 in Berlin


Zum Anlass der Veröffentlichung seines Menschenrechtskonzepts und um das umfangreiche Potenzial an Fachwissen, Erfahrung und Ideenreichtum der zahlreichen Partner und Akteure für eine erfolgreiche Umsetzung des Konzeptes zu nutzen, veranstaltete das BMZ am 24. Mai 2011 ein Politisches Dialogforum zum Thema „Menschen. Rechte. Entwicklung. Menschenrechte achten, schützen, stärken!".
 
 
Hierzu wurden Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und entwicklungspolitischer Praxis zum Gespräch und Austausch eingeladen. Nach der Vorstellung der zentralen Elemente des neuen Konzepts durch Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz folgte ein moderiertes Gespräch des Staatssekretärs mit Markus Löning, dem Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt.
 

Anschließend wurden in drei Themenpanels spezifische Fragestellungen, erfolgreiche Praxiserfahrungen sowie bestehende Herausforderungen diskutiert und vertieft. Eines dieser Panels behandelte das Thema "Menschenrechte im Spannungsfeld von wirtschaftlichen Interessen und Staatenpflichten".

 

Den Abschluss des Dialogforums bildete ein Ausblick auf die weitere politische Agenda durch Harald Klein, Abteilungsleiter im BMZ.

 

Das vollständige Programm des Politische Dialogforums finden Sie hier.

 

Eine Zusammenfassug des Panels "Menschenrechte im Spannungsfeld von wirtschaftlichen Interessen und Staatenpflichten" finden Sie hier.

 


 

 

Fachworkshop zu Geschlechtergerechtigkeit im Rahmen des INEF-Projekts „Menschenrechte, Unternehmensverantwortung und nachhaltige Entwicklung"

 

Am 29. März 2011 wurde im Rahmen des Leuchturmvorhabens „Menschenrechte, Unternehmensverantwortung und Nachhaltige Entwicklung" ein internationaler Expertenworkshop zum Thema „Gender equality and corporate responsibility in global production networks - Current approaches and practical challenges" in Berlin durchgeführt.
 
Der Workshop richtete sich an die deutsche Entwicklungspolitik, zivilgesellschaftliche Akteure, Gewerkschaften und Wissenschaft. Die Veranstaltung basierte auf den Ergebnissen der Studie „Geschlechtergerechtigkeit und freiwillige Instrumente der Unternehmensverantwortung in globalen Produktionsnetzwerken und Lieferketten" von Bettina Musiolek und diskutierte politische Handlungsempfehlungen für eine bessere Durchsetzung des Gebots der Geschlechtergerechtigkeit in globalen Lieferketten.

 

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Diskussionen finden Sie hier.

 



 

Wirtschaftsethik zwischen den Kulturen. Leitbilder, Werte und Normen in interkulturellen Wirtschaftsprozessen. Tagung des INEF in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) in Essen am 21.6.2011

 

Organisation: Dr. Brigitte Hamm, Prof. Dr. Ludger Heidbrink, Imke Schmidt, Prof. Dr. Hans- Georg Soeffner

Sowohl wirtschaftsethische Grundsatzdebatten als auch Maßnahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) in der unternehmerischen Praxis haben in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen. Dies ist insbesondere der Einsicht geschuldet, dass ohne die gesellschaftliche Verantwortung der Marktakteure globale Problemlagen wie der Klimawandel, das Armutsgefälle zwischen Industrie- und Entwicklungsländern oder Finanz- und Wirtschaftskrisen nicht in den Griff bekommen werden können. Werte und Normen treten aus diesem Grund als wichtige Faktoren globalen wirtschaftlichen Handelns neben ökonomische Nutzenkalküle und Effizienzkriterien.

 

Welche Konsequenzen hat es, wenn globale Wirtschaft auf unterschiedliche kulturell geprägte Werte und Normen stößt? Aus der interkulturellen Forschung ist bekannt, dass verschiedene Kulturen auf unterschiedlichen Werte- und Regelsystemen basieren, von denen auch Wirtschaftsstile beeinflusst sind. Das Zinsverbot in islamischen Regionen ist ein sichtbares und bekanntes Beispiel für solche kulturspezifischen Besonderheiten. Demgegenüber bilden ländertypische Gerechtigkeitsvorstellungen oder Gemeinschaftsbilder kulturelle Verhaltensmuster aus, die häufig nur subtil erfahrbar sind und sich nur indirekt auf die Gestaltung von Geschäftsbeziehungen und den Umgang mit gesellschaftlichen Anspruchsgruppen auswirken.

 

Diese kulturellen Unterschiede werden zu erfolgsrelevanten Faktoren, wenn global agierende Unternehmen in multi-kulturellen Kontexten tätig sind und mit spezifischen Wertvorstellungen und Normensystemen verschiedener Länder konfrontiert werden. Für Unternehmen und ihre Art des Wirtschaftens stellen interkulturell divergierende Werte- und Normenordnungen eine große Herausforderung dar, die sich auch im praktischen Umgang mit globalen Leitbildern wie dem Global Compact der Vereinten Nationen oder der neuen ISO 26000 niederschlägt.

 

Im Fokus der Tagung stand daher die Frage, inwieweit universelle Leitbilder des globalen Wirtschaftens begründbar sind und in der Praxis befolgt werden. Auf welchen religiös, politisch und kulturell geprägten Normen basiert das Selbstverständnis wirtschaftlicher und

gesellschaftlicher Akteure? Gibt es eine gemeinsame Wertebasis, die in globale Leitbilder einfließt? Inwieweit werden diese Leitbilder kulturell unterschiedlich aufgefasst und umgesetzt?

 

Ein vollständiges Programm finden Sie hier

 

Einen Radiobeitrag zur Konferenz von Peter Leusch im Deutschlandfunk finden Sie hier.

 

 


 

 

Vietnamesisch-deutsche Wissenschaftskooperation: Soziale Marktwirtschaft - Potenzial für Armutsbekämpfung und Menschenrechtsentwicklung in Vietnam?


Der Übergang von einer Planwirtschaft zu einem marktwirtschaftlich orientierten System geht in Vietnam mit einem starken Wirtschaftswachstum einher. Das Land steht vor der Aufgabe, diese wirtschaftliche Entwicklung zur Armutsbekämpfung und zur Schaffung einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft zu nutzen - eine Herausforderung der sich die vietnamesische Regierung bereits stellt.

Aufgrund ihrer Bedeutung für die vietnamesische Gesamwirtschaft und für den Export ist vor allem die arbeits- und menschenrechtliche Entwicklung in der Textil- und Bekleidungsindustrie in diesem Zusammenhang wichtig. In dieser Branche treten weltweit besonders gravierende menschenrechtliche Probleme hinsichtlich der Arbeitsbedingungen auf, wie z.B. unzureichende Löhne und die Duldung von Kinderarbeit sowie Diskriminierung und das Verbot von Gewerkschaften. Kritisch ist außerdem, dass viele Zulieferbetriebe der Branche Teil der informellen Wirtschaft sind, und die sozial-ökonomische Situation der überwiegend weiblichen Belegschaft in diesen Betrieben entsprechend unbefriedigend und unkontrollierbar ist. Herausforderungen komplexer Wertschöpfungsketten, informeller Wirtschaft und mangelnder Geschlechtergerechtigkeit werden teilweise verstärkt durch Sonderwirtschaftszonen, in denen Unternehmen durch günstige gesetzliche Rahmenbedingungen investieren sollen. Diese Probleme zeigen sich auch in der vietnamesischen Textil- und Bekleidungsindustrie.

Das durch MISEREOR geförderte Projekt hat zum Ziel, eine deutsch-vietnamesische Wissenschaftskooperation zur Untersuchung der Potenziale sozial orientierter Marktwirtschaft für die Armutsbekämpfung und Menschenrechtsentwicklung Vietnams aufzubauen. Die menschenrechtliche Situation von sozial und arbeitsrechtlich benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Vietnam, insbesondere von Frauen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, bildet den Rahmen des Forschungsinteresses. Spezieller Fokus liegt auf der Veränderung der Situation der ArbeiterInnen im vietnamesischen Textil- und Bekleidungssektor. Der Dialog zwischen ExpertInnen der Vietnam Academy of Social Sciences (VASS), des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF) sowie weiterer thematisch relevanter Forschungseinrichtungen in Deutschland und Vietnam soll es ermöglichen, gemeinsame Forschungsfragen und Ansätze für deren Bearbeitung zu entwickeln und so Potenziale einer sozialen Marktwirtschaft für Armutsbekämpfung und Menschenrechtsentwicklung zu identifizieren.

 

 



 

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